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Der wohl berühmteste Grenzübergang innerhalb Berlins hat eine bewegte Geschichte hinter sich gebracht, die im August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer ihren Anfang nahm. Seinen Namen verdankt der Checkpoint dem Internationalen Buchstabieralphabet ab (Alpha, Bravo, Charlie). Nach den Grenzübergängen Helmstedt-Marienborn (Alpha) an der Bundesautobahn 2 und Dreilinden-Drewitz (Bravo) an der heutigen A115 verband der Checkpoint (Charlie) den Ost-Berliner Bezirk Mitte und den West-Berliner Bezirk Kreuzberg miteinander. Allein schon bei der Namensgebung traten die Unterschiede zwischen den Sektoren deutlich zu Tage. Während auf Seiten der DDR von einer Grenzübergangsstelle (GÜSt) gesprochen wurde, setzte sich bei den Alliierten die Bezeichnung „Checkpoint“ durch. Hintergrund dieser fachlichen Unterschiede ist, dass von westlicher Seite die völkerrechtliche Legitimität als Staatsgrenze nicht anerkannt wurde. Heutzutage ist der Checkpoint Charlie gemeinsam mit dem Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sehenswürdigkeiten in der deutschen Hauptstadt.

Bau der Berliner Mauer als Geburtsstunde des Checkpoint Charlie

Allein zwischen 1949 und 1961 haben rund 2,7 Millionen Menschen die DDR verlassen, um sich im westlichen Sektor eine neue Existenz aufzubauen. Der zunehmende Flüchtlingsstrom setzte die SED-Führung massiv unter Druck, denn vor allem junge Menschen sahen in der BRD die deutlich besseren Perspektiven. Langfristig drohte der DDR ein wirtschaftlicher und auch gesellschaftlicher Zusammenbruch, wenn die Verantwortlichen der Abwanderung keinen Einhalt gebieten würden. Der Ausspruch von DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht „Niemand habe die Absicht eine Mauer zu errichten“ war am 12. August 1961 bereits Geschichte. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einfachen Absperrungen die Berliner Mauer, die die Stadt auf Jahre prägen sollte. Der Grenzverkehr wurde quasi über Nacht vollkommen reguliert und war nun an bestimmten Grenzübergangsstellen möglichen. Der Checkpoint Charlie im Herzen Berlins war einer jener Grenzkontrollstellen, die nur vom westalliierten Militärpersonal, Diplomaten oder DDR-Funktionären passiert werden durften. Am 27. August 1961 kam es dabei zu einer ernsthaften militärischen Konfrontation, als sich direkt am Checkpoint Charlie amerikanische und russische Panzer gegenüberstanden. Dank der historischen Aufarbeitung wissen Historiker heute, dass die Panzerkommandeure im Ernstfall einen Schießbefehl hatten.

Schauplatz zahlreicher Fluchtversuche an der Berliner Mauer

Viele Menschen in der DDR konnten sich mit der Grenzschließung nicht abfinden. Gerade in den Anfangsjahren der Berliner Mauer unternahmen Bürger auf unterschiedliche Art und Weise Fluchtversuche, die auch tödlich endeten. Der Checkpoint war dabei immer wieder Schauplatz solcher Vorhaben. Am 17. August 1962 verblutete Peter Fechter am Grenzübergang und 1974 wurde Burkhard Niering erschossen. Am 29. August 1986 hingegen konnte drei DDR-Bürger mit einem LKW die Grenzkontrolle überwinden und am 18. August 1989 gelang Hans-Peter Spitzner als letzter die Flucht aus der DDR.

Kontrollpunkt gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins

Bereits am 22. Juni 1990 wurde der Kontrollpunkt nach der politischen Wende endgültig abgebaut. Er ist heutzutage im Alliierten Museum von Berlin zu bewundern. Das Interesse zahlreiche Touristen am Checkpoint hat die Stadt dazu bewogen am 13. August 2000 eine originalgetreue Nachbildung der ersten Kontrollbaracke zu errichten. Damit gehört der einstige Grenzübergang endgültig zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und beliebtesten Fotomotiven Berlins.

Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie

In der unmittelbaren Nachbarschaft des einstigen Grenzübergangs befindet sich das „Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie“. Es wurde bereits am 14. Juni 1963 auf Initiative von Rainer Hildebrandt eröffnet, der im Museum die zahlreichen Fluchtversuche dokumentierte. Besucher können zahlreiche Exponate bewundern, darunter umgebaute Autos, Mini-U-Boote oder Heißluftballons, mit denen DDR-Bürger die teilweise waghalsigen Fluchtversuche unternahmen. Fotos und Dokumentationen sind eindrucksvoll Belegen der bewegten Deutsch-Deutschen Geschichte Berlins. Das Museum wird von der Arbeitsgemeinschaft 13. August e. V. betrieben, deren Vorsitzende mit Alexandra Hildebrandt die Witwe des Gründers ist. Mit fast einer Million Besucher im Jahr gehört das „Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie“ ebenfalls zu den populärsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Checkpoint Charlie
  • Gendarmenmarkt
  • Quartier Schützenstraße
  • Mossehaus
  • Leipziger Straße

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