Gewandhaus Leipzig

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Das Gewandhaus Leipzig beherbergt eines der weltbesten Symphonieorchester, dessen Geschichte 275 Jahre zurückreicht. Klassische und moderne Musik höchster Qualität, um Freude zu bringen, steht im Zentrum des Selbstverständnisses. Erreicht wird das im Spannungsfeld von Traditionspflege und Verpflichtung zu Neuem.

Lebendige Tradition

Das Leipziger Gewerbehalle der Tuchhändler, in dem sich auch das Zeughaus befand, war die erste feste Spielstätte für die Großen Concerte, die zuvor im Gasthof “Zu den drei Schwanen” stattgefunden hatten. Der hölzerne Saal des ehemaligen Zeughauses fasste 500 Besucher und bildete mit seiner ausgezeichneten Akustik die Grundlage der bis heute anhaltenden Erfolgsgeschichte, zu der Konzertauftritte von Mozart, Mendelssohn-Bartholdy und Liszt zählen.

Das Neue Gewandhaus nach Plänen von Martin Gropius öffnete 1884 mit einem Konzertsaal für 1.500 Zuhörer und einem kleinen Saal für 500. Der repräsentative Bau inspirierte Konzertbauten weltweit. Namhafte Künstler wie Bruckner, Hindemith und Strawinsky gaben in ihm Konzerte. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Pläne für einen Wiederaufbau in der Nachkriegszeit zerschlugen sich, und das Gewandhausorchester musste bis 1981 in Ausweichspielstätten (überwiegend der Kongresshalle am Zoo) auftreten. Dieser unbefriedigende Zustand sollte Jahrzehnte lang anhalten.

Der dann schließlich auf Anregung von Kapellmeister Kurt Masur errichtete Neubau am damaligen Karl-Marx-Platz – heute Augustusplatz – ist der einzige zu DDR-Zeiten errichteye reine Konzertbau. Der Große Saal fasst 1.900, der für Kammermusik genutzte Mendelssohn-Saal 900 Besucher. Neben dem Gewandhausorchester beherbergt das Haus zudem den Gewandhaus-Chor, den Kinderchor, einen Organisten und mehrere Kammermusikensembles.

Im Herbst 1989 spielte das Leipziger Gewandhaus eine zuvor unvorhersehbare gesellschaftliche Rolle, als Kurt Masur das Haus der politischen Opposition öffnete und dem Widerstand gegen das DDR-Regime einen Treffpunkt und eine Plattform verschaffte.

Die Architektur des Gewandhaus

Das Gewandhaus überrascht heute viele seiner Besucher durch sein modernes Erscheinungsbild, das nicht sofort auf seine mehrhundertjährige Tradition schließen lässt. Geplant von einem Architektenkollektiv um Rudolf Skoda, ständig abgestimmt mit den Künstlern, erinnert die der Akustik geschuldete Gestaltung der Säle an das Berliner Philharmonie. Im großen Saal befindet sich die markante Orgel des Hauses, die sich mit ihren 6.845 Pfeifen die unvergleichliche Akustik zu Nutze macht.

Die gläserne Front öffnet den Bau optisch zur Stadt und zu ihren Besuchern hin, ein deutliches Zeichen für das Bemühen, jede Schwellenangst gegenüber der “ernsten Kunst” abzubauen. So lässt sich auch vom Augustusplatz das riesige, 714 Quadratmeter große Deckengemälde “Gesang vom Leben” betrachten – bis heute das größte Kunstwerk dieser Art in Europa.

Wer sich für die Geschichte und die Architektur des Hauses interessiert, kann an einer der regelmäßigen Führungen teilnehmen oder sich in der Dauerausstellung im Foyer informieren.

Der Weg zur Musik

Tickets für die über 800 jährlich stattfindenden Konzerte und Veranstaltungen können online erworben werden. Die Öffnungszeiten der Konzertkassen im Hause sind Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Sonnabend bis 14 Uhr und jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn. In der spielfreien Sommerpause reduzieren sich die Öffnungszeiten auf Montag bis Freitag 10 bis 15 Uhr.

Reduzierte Restkarten gibt es jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn. Wer mit der Deutschen Bahn in Leipzig anreist, erhält eine Ermäßigung von zehn Prozent. Gruppen, Jugendliche und Rentner und können Tickets ebenfalls zu Sonderkonditionen erwerden. Besonders für die Weihnachtskonzerte des Ensembles sind die Eintrittskarten sehr begehrt und sollten möglichst frühzeitig reserviert werden.

Der Mendelssohn-Saal des Konzerthauses wird nicht nur für Kammermusikkonzerte genutzt, der Raum kann zudem für Veranstaltungen wie Kongresse, Symposien und vergleichbares angemietet werden.

Das Motto des Leipziger Traditionhauses findet sich übet der Orgel im Großen Saal. Dem Seneca-Zitat Res severa verum Gaudium, übersetzt mit Wahre Freude ist eine ernste Sache, fühlt sich das Ensemble seit 1781 verpflichtet, als es zum Motto des Hauses gewählt wurde.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Leipziger Gewandhaus
  • Nikolaikirche Leipzig
  • Alte Börse
  • Thomaskirche
  • Museum der bildenden Künste

 

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