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Brandenburg

Schloss Branitz
Schloss Branitz

Adresse
Robinienweg 5, 03042 Cottbus, Deutschland
Telefon:
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Südöstlich am Stadtrand von Cottbus liegt inmitten einer etwa 100 Hektar großen Parkanlage das Schloss Branitz. Es beherbergt heute ein Museum und eine Gemäldeausstellung. Mit dem Branitzer Park erschuf der Reiseschriftsteller und Landschaftsgärtner Hermann Fürst von Pückler-Muskau seine zweitgrößte Gartenanlage. Der Exzentriker gehörte zu den bedeutenden deutschen Gartengestaltern des 19. Jahrhunderts. Ein weiteres Gartenkunstwerk von ihm, der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, ist seit 2004 UNESCO-Welterbe. Schloss Branitz, das Museum und der Park zählen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Brandenburg und werden häufig auch als Veranstaltungsort genutzt.

Das Schloss – damals und heute

Bereits 1696 gelangte das Anwesen Branitz in Besitz der Grafenfamilie Pückler. Zum Schlossbau im spätbarocken Stil kam es erst in den Jahren 1770 bis 1772. Nach dem Wegzug der Familie nach Muskau verpachtete diese Branitz. Finanzielle Schwierigkeiten zwangen den Erben, Hermann Fürst von Pückler-Muskau, das Muskauer Schloss 1845 zu verkaufen. Den Ort, in dem er 1785 geboren worden war. Zum Fürsten hatte ihn erst 1822 Wilhelm III. ernannt.

Der mittlerweile 60-Jährige musste somit an seinen Familienstammsitz Branitz zurückkehren und begann nach englischem Vorbild einen Landschaftspark anzulegen. Für die notwendigen Schlossrenovierungen ließ sich der Fürst von verschiedenen Baumeistern beraten. Aber auch seine eigenen Ideen flossen in den Umbau mit ein. Das Schloss erfuhr nun eine ganz neue Bedeutung: Es wurde zum Fürstensitz und spielte die zentrale Rolle in der Gartengestaltung. Noch heute verdeutlichen die Räume, wie detailverliebt und stilbewusst sich der Schlossherr der Innenausstattung seines Wohnsitzes widmete. Den Landschaftsgarten vollendete nach seinem Tod 1871 sein Stiefcousin Heinrich Graf von Pückler.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Familie von Pückler durch Enteignung ihren Besitz. Park und Schloss wurden Volkseigentum. Teile der Ländereien wurden im Laufe der nachfolgenden Jahre vor allem im Außenpark in Privateigentum oder in volkseigene Güter umgewandelt.

Die Stiftung Fürst Pückler-Museum, Park und Schloss Branitz verwaltet und pflegt seit 1995 das Park- und Schlossensemble. Es finanziert sich aus eigenen Einnahmen sowie aus Zuwendungen der Stadt Cottbus, des Landes Brandenburg und der Bundesregierung.

Das Museum – die Welt des Fürsten Pückler-Muskau erleben

Der Fürst galt als Abenteurer. Wie Hermann Fürst von Pückler-Muskau lebte – das spiegelt sich im Fürst-Pückler-Museum von Schloss Branitz wieder: Historische und orientalisch gestaltete Räume, originales Interieur und zahlreiche Erinnerungsstücke seiner Reisen entführen den Besucher in die Welt und die Zeit von Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Darüber hinaus präsentiert das Museum eine Gemäldesammlung des 1798 in Cottbus geborenen Landschaftsmalers Carl Blechen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die wechselnden Ausstellungen im Besucherzentrum sowie im Marstall.

Der Landschaftspark – auf dem Weg UNESCO-Welterbe zu werden

Das Besucherzentrum bildet das Eingangstor zum Park. Leicht erhöht thront das Schloss im Zentrum der Gartenanlage umgeben von dem Pleasureground, einem Blumengarten. Er war zu Zeiten des Schlossherrn privaten Zwecken vorbehalten und sollte die Räume des Schlosses unter freiem Himmel fortsetzen. Der sich anschließende Innenpark war damals bereits mit all seinen Sehenswürdigkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das Wahrzeichen des Branitzer Parks ist die Grab-Pyramide des Fürsten. Mit dem künstlichen Gewässersystem, der faszinierenden Pyramidenlandschaft und den meisterhaften Gehölzkompositionen gilt die Parkanlage als einer der schönsten Landschaftsgärten in Brandenburg. Einige davon wurden bereits zum UNESCO-Welterbe ernannt. Ziel der Stiftung ist es, für den Branitzer Park auch den Status UNESCO-Welterbe zu erhalten.

Schloss und Park – ein beliebter Veranstaltungsort

Aber nicht nur die Branitzer Sehenswürdigkeiten locken Besucher an. Auf große Resonanz stoßen ebenso zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Vorträge – sogar über die Grenzen von Brandenburg hinaus. Die Parkanlage bietet zudem eine geeignete Kulisse für das alljährlich im Mai veranstaltete Gartenfestival, den Adventsmarkt oder für verschiedene Theatervorführungen des Staatstheaters Cottbus.

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