Alte Handelsbörse

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Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Leipzigs zählt die Alte Handelsbörse. Ihr Bau erfolgte in den Jahren 1678 – 1687 von Johann Georg Starck im Stil des Barock. Das Bauwerk, welches auf dem Naschmarkt errichtet wurde, war somit das erste Barockgebäude der Stadt überhaupt. Den Mittelpunkt der prunkvollen Fassade bildet das Leipziger Stadtwappen. Auf dem Dach befinden sich an den Ecken die Figuren der Götter Apollo, Merkur, Minerva sowie Venus. Der Handel der Kaufleute geschah in den Gewölben des Erdgeschosses, während der Betrieb der Börse im Festsaal erfolgte. Dieser war über eine zweiarmige Treppe erreichbar, dessen prunkvolle Decke aus Stuck gestaltet war.

Allerdings folgte 1887 ein Ersatzbau, da das Bauwerk schon zu dieser Zeit seiner ursprünglichen Funktion nicht mehr gewachsen war. Auch die Neue Börse von 1887 am Hallischen Tor wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Initiative zum Bau und einstige Nutzung

Die Initiative zum Bau des Gebäudes ging 1678 von 30 Großkaufleuten aus. Damals war es Tradition, sich nach dem Abschluss von Geschäften zu treffen und diese Geschäfte zu besiegeln. Schon im selben Jahr begann der Bau, der bereits 1679 genutzt wurde. 1693 erfolgte die Vollendung durch einen Leipziger Bildhauer, indem die “mythologischen Figuren” Merkur, Apollo, Athene und Venus angebracht wurden. Die endgültige Fertigstellung erfolgte bereits zuvor im Jahr 1687. Das Stadtwappen wurde durch zwei geflügelte Knaben getragen. Die Fassaden des Gebäudes waren auf allen Seiten gleichmäßig und wurden durch “hoch rechteckige und darüber befindliche quer rechteckige Fenster” versehen. Das Erdgeschoss der Alten Handelsbörse wurde an Kaufleute vermietet.

Nachdem 1886 die Neue Börse fertiggestellt wurde, wird das Gebäude seitdem als die Alte Börse bezeichnet. In der Zeit von 1887 bis 1905 fanden im ehemaligen Börsensaal bis zur Fertigstellung des Neuen Rathauses die Sitzungen der Stadtverordneten statt. Die letzte Sitzung war am 4. Oktober 1905.

1877 beschloss der Stadtrat den Abriss der Börse und des Rathauses. Ein großer neuer Rathausbau sollte den Bereich des Marktes, des Salzgäßchens, der Reichsstraße und der Grimmaischen Straße einnehmen und dabei den Naschmarkt überbauen. 1883 wurde dieses Vorhaben jedoch wegen zu hoher Kosten verworfen. Allerdings wurde dieser Plan zum Anlass genommen, einen neuen Börsenstandort zu suchen und einen Neubau zu errichten.

Auf dem Naschmarkt befindet sich vor dem Gebäude ein Denkmal von 1903, das den jungen Goethe zeigt, der in den Jahren 1765 – 1768 in Leipzig Jura studierte.

Heutige Nutzung nach Zerstörung

Im Zweiten Weltkrieg brannte die Alte Börse vollständig aus, wodurch auch die Stuckdecken des Italieners Giovanni Simonetti verloren gingen. In den Jahren 1956 – 1962 erfolgte die Wiederherstellung der Alten Börse, bei der die Innenausstattung jedoch stark vereinfacht wurde. Der im heutigen Gebäude befindliche Saal wird zu verschiedenen Zwecken genutzt. Er bietet insgesamt 200 Personen Platz und dient literarischen Veranstaltungen sowie der Kammermusik. Weiterhin können dort Fachvorträge, Lesungen, Präsentationen, Empfänge und Schulabschlussfeiern durchgeführt werden. Das Bauwerk wird noch heute durch das Salzgäßchen und den Naschmarkt begrenzt. Es zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der sächsischen Metropole.

Alte Handelsbörse als Teil des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig

Die Alte Börse zählt heute zu den Einrichtungen des Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig. Dieses versteht sich als Gedächtnis der Stadt, in welchem Informationen zum Stadtgeschehen gesammelt, dokumentiert und präsentiert werden. Hinzu kommt der selbst gesetzte Anspruch, das Museum zum Magneten der Kulturlandschaft zu entwickeln, dessen Anziehungskraft von Kultur, Geschichte, Bürgerstolz und Bürgersinn berichtet.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe der Alten Handelsbörse
  • Altes Rathaus
  • Nikolaikirche Leipzig
  • Thomaskirche
  • Bach-Museum Leipzig

 

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