Hamburger Bahnhof

Museum für Gegenwart

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Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin

GPS

52.5283411, 13.372137000000066


Öffnungszeiten

Montag

geschlossen

Dienstag

10:00 – 18:00

Mittwoch

10:00 – 18:00

Donnerstag

10:00 – 20:00

Freitag

10:00 – 18:00

Samstag

11:00 – 18:00

Sonntag

11:00 – 18:00

Der Hamburger Bahnhof im Stadtteil Moabit zählt zu den ältesten Bahnhofsgebäuden in Deutschland. Es beherbergt heute das Museum für Gegenwart mit einer imposanten Sammlung zeitgenössischer Kunst. Seit einigen Jahren gehört das Museum zu den beliebtesten Häusern in Berlin.

Bau einer Bahnlinie zwischen Hamburg und Berlin

1841 wurde der Bau einer Eisenbahnlinie beschlossen, die die preußische Hauptstadt mit der wichtigen Handelsmetropole Hamburg im Norden verbinden sollte. Fünf Jahre später waren die Bauarbeiten abgeschlossen und 1847 konnte auch der Hamburger Bahnhof feierlich eröffnet werden. Allerdings war er nur wenige Jahre in Betrieb, denn bereits 1884 erfolgte seine Stilllegung. Den Personenverkehr nach Hamburg übernahm nun der Lehrter Bahnhof, der 1868 in unmittelbarer Nähe eröffnet worden war. Teile der Gleisanlagen wurden jedoch auch weiterhin als Güterbahnhof genutzt.

Der Hamburger Bahnhof wird Bau- und Verkehrsmuseum

Nachdem das ehemalige Bahnhofsgebäude für einige Jahre ungenutzt geblieben war, eröffnete darin 1906 das Königliche Bau- und Verkehrsmuseum. Die rasante technische Entwicklung der zurückliegenden Jahrzehnte sollte darin dokumentiert werden, außerdem gehörten verschiedene Bildungsangebote zum pädagogischen Konzept des Hauses. Aufgrund des riesigen Besucheransturms und zahlreicher neuer Exponate wurde das Museum 1911 und 1916 zunächst durch einen linken und später einen rechten Flügelbau erweitert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude stark beschädigt, die Sammlung konnte jedoch größtenteils gerettet werden. Nach dem Krieg wurde das einstige Bahnhofsgebäude zwar notdürftig erhalten, das Bau- und Verkehrsmuseum blieb jedoch geschlossen. 1984 wurde der Senat neuer Eigentümer des Gebäudes und es folgte eine Grundsanierung. Die noch erhaltenen Exponate des ehemaligen Bau- und Verkehrsmuseums gingen an das Verkehrsmuseum Dresden und das Deutsche Technikmuseum Berlin.

Museum für Gegenwart

Ein wichtiger Auslöser für die Einrichtung des Museums für Gegenwart war der Bauunternehmer Erich Marx, der seine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst in den achtziger Jahren der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte. Auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten entschied sich die Stadtverwaltung dazu, den ehemaligen Hamburger Bahnhof, der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nur notdürftig vor dem Verfall geschützt worden war, für diesen Zweck wieder herzurichten.

Mit den Renovierungs- und Umbauarbeiten wurde der Architekt Josef Paul Kleihues beauftragt. Nach mehrjähriger Bauzeit konnte das Museum 1996 in neuem Gewand eröffnet werden. Die Sammlung von Erich Marx wurde durch Exponate der Nationalgalerie ergänzt und umfasst heute Werke international bekannter Künstler wie Joseph Beuys, Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Anselm Kiefer. Ab 2004 wurde die Sammlung moderner Kunst des Kunstsammlers und Unternehmers Friedrich Christian Flick für einige Jahre im Museum für Gegenwart gezeigt.

In der Öffentlichkeit sorgte dies für viel Kritik, da die Sammlung teilweise mit Geldern finanziert wurde, die während des Zweiten Weltkrieges durch Rüstungsgeschäfte mit den Nationalsozialisten und Zwangsarbeit erwirtschaftet worden waren. 2008 schenkte Flick dem Museum 166 Werke aus seiner Sammlung. Neben den genannten Exponaten werden auch wechselnde Ausstellungen verschiedener Künstler unserer Zeit gezeigt.

Das Haus beherbergt zudem das Joseph Beuys Medien-Archiv, das viele Medien, Film- und Tondokumente des bekannten deutschen Aktionskünstlers umfasst. Ein weiterer Schwerpunkt sind verschiedene Angebote im Bereich Bildung und Kunstvermittlung, die sich sowohl an Erwachsene wie auch an Kinder richten. In dem geschichtsträchtigen Bahnhofsgebäude sind außerdem eine Buchhandlung und ein Restaurant der bekannten Fernsehköchin Sarah Wiener untergebracht.

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