Jüdisches Museum Berlin

Über 1700 Jahre deutsch-jüdische Geschichte

Kontaktdaten


Address

Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

GPS

52.502358327811, 13.395477255295


Öffnungszeiten

Montag

10:00 – 19:00

Dienstag

10:00 – 19:00

Mittwoch

10:00 – 19:00

Donnerstag

10:00 – 19:00

Freitag

10:00 – 19:00

Samstag

10:00 – 19:00

Sonntag

10:00 – 19:00

Das Jüdische Museum Berlin beheimatet die europaweit umfangreichste Ausstellung ihrer Art. Auf dem Gelände im Bezirk Kreuzberg finden sich heute über 16.000 Kunstwerke und Objekte, die das jüdische Leben, seine Kultur und Geschichte thematisieren. Im Fokus steht dabei speziell die deutsch-jüdische Beziehung, ihr Gelingen und zugleich die unsagbaren Zäsuren, durch die sie belastet ist.

Im Sinne einer modernen Begegnungsstätte bietet das Museum mediale und interaktive Angebote. Regelmäßige Führungen, Kulturveranstaltungen oder auch Kunstinstallationen sind Teil der Museumswelt.

Neben der Dauer- sowie abwechselnden Sonderausstellungen ist die Museumsanlage zudem für ihre bemerkenswerte Architektur bekannt. Diese geht auf den gefeierten Architekten Daniel Libeskind zurück.

Themen der Dauerausstellung

Die Sammlungen widmen sich 2000 Jahren jüdischer Geschichte und Tradition. Beginnend mit der Spätantike, erstreckt sich die historische Ausstellung über Wirkung und Wahrnehmung der jüdischen Kultur in Mittelalter und Neuzeit. Zahlreiche Exponate beleuchten die vergangenen Jahrhunderte unter diesem einzigartigen Blickwinkel.

Das 19. und 20. Jahrhundert bildet allerdings den geschichtlichen Schwerpunkt der Dauerausstellung. Kunstwerke, Fotografien, Dokumente und Objekte vermitteln dem Besucher einen historischen und kulturellen Bezug zu jüdischem Leben in Deutschland. Sie geben Einblicke in das religiöse Brauchtum sowie Berufs- und Alltagswelten.
Herausragende Persönlichkeiten wie etwa Moses Mendelssohn stehen im Kontext deutsch-jüdischer Vergangenheit ebenso im Mittelpunkt wie einzelne Familiengeschichten und prinzipielle gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen.

Nicht zuletzt bietet das Jüdische Museum Raum für eine Vermittlung und Auseinandersetzung mit den Themen Vertreibung und Holocaust, die maßgeblich für die deutsch-jüdische Geschichte des letzten Jahrhunderts sind.

Entstehungsgeschichte des Jüdischen Museum

Bereits in den 1930er Jahren entstand in Berlin eine erste Sammlung jüdischer Exponate. Diese jedoch wurde unter der Herrschaft der Nationalsozialisten 1938 geschlossen. In den 70er Jahren entstand die Idee zur Wiederbelebung einer entsprechenden Institution. Beinahe 30 Jahre aber vergingen, ehe die Realisierung eben dieses Vorhabens zur Vollendung kommen sollte. Unter anderem der Mauerfall, aber auch Diskussionen rund um den Status als unabhängige Einrichtung sowie über die Rezeption des von Daniel Libeskind entworfenen Neubaus, führten wiederholt zu Verzögerungen bei der Umsetzung etwaiger Pläne. Im September 2001 jedoch kam es schließlich zur feierlichen Eröffnung. Seither besuchten über 10 Millionen Interessierte das Jüdische Museum in Berlin.

Die besondere Architektur

Der Gebäudekomplex setzt sich aus einem barocken Altbau, dem sogenannten Kollegienhaus, und einem in den 90er Jahren errichteten Neubau zusammen. Das Kollegienhaus ist an der Lindenstraße gelegen und beherbergt den Eingangsbereich. Die Räume der Hauptausstellung befinden sich in dem von Daniel Libeskind gestalteten Neubau. Dessen architektonisches Konzept ist integrierter Bestandteil des historischen und kulturellen Vermittlungsangebots des Museums. Das im Stil des Dekonstruktivismus entworfene Gebäude besitzt einen Zick-Zack-Grundriss. Die Fassade ist partiell durch uneinheitlich gestaltete Fenster durchbrochen. Libeskind gab seinem Entwurf den Namen „Between the Lines“. Hierin soll sich die stete Verbindung jüdisch-deutscher Vergangenheit und Gegenwart manifestieren und wie sie gleichsam von permanenten Zäsuren gestört wurde.

Der Komplex aus Neu- und Altbau ist unterirdisch verbunden und führt den Besucher auf drei verschiedene Wege. Derjenige der Kontinuität führt in die Hauptausstellung, derjenige des Holocaust führt in eine Sackgasse und derjenige des Exils führt hinaus in den „Garten des Exils“. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe bepflanzter Betonstelen, die einen irritierenden Effekt auf den Gleichgewichtssinn des Besuchers ausüben, insofern er sich zwischen ihnen bewegt.

Weitere Besonderheiten des Museumsgebäudes sind der „Holocaust-Turm“, der als Gedenkraum dient, sowie die sogenannten „Voids“. Bei diesen handelt es sich um leere Schächte, die sich vertikal durch das Bauwerk ziehen. Sie symbolisieren die historischen Brüche – Pogrome, Vertreibung und Ermordung – die die deutsch-jüdische Beziehung belasten.
Aufgrund seiner besonderen Architektur war der Libeskind-Bau bereits vor der Museumseröffnung interessierten Besuchern zugänglich.

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