Freizeit & Tourismus
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Museum für Hamburgische Geschichte
Museum für Hamburgische Geschichte

Adresse
Holstenwall 24, 20355 Hamburg, Deutschland
Telefon:

Die Anfänge des Museums stammen vom 1839 gegründeten Verein für Hamburgische Geschichte ab, der wiederrum die „Sammlung Hamburgischer Alterthümer“ anlegte und somit den Grundstein für die heutige Ausstellung schuf. Dazu gehörten damals Objekte aus den Beginnen Hamburgs, wie einzelne Architekturfragmente des abgerissenen Domes. Der bekannte Großbrand 1842 ergänzte die Sammlung um zahlreiche weitere Teile, wie die Portale des ehemaligen Rathauses. Wenig später folgte auch die Aufnahme einzelner Sehenswürdigkeiten aus dem Zeughaus, die heute als besonders kostbar gelten. Da es jedoch keine Ausstellung für die Objekte gab, wurden diese provisorisch in einem Keller des Johanneums gelagert. Eine Verstaatlichung der Objekte folgte 1849, der Verein kümmerte sich jedoch weiterhin ehrenamtlich um die Sammlung. Der Ruf nach der Gründung eines Museums mit festen Öffnungszeiten wurde jedoch ab 1884 durch bekannte Persönlichkeiten Hamburgs immer lauter.

Der Bau des Grundgebäudes beginnt

Im Jahr 1806 beschloss der Senat der Stadt final die Gründung einer festen Ausstellung, die „Museum für Hamburgische Geschichte“ heißen sollte. Der erste Direkter war Otto Lauffer, der sein Amt 1908 aufnahm und bis 1946 sowohl den gesamten Bau, als auch die gesamte Museumseinrichtung betreute. Aber erst sein Nachfolger Walter Hävernick ordnete die chronologische Ordnung der Sehenswürdigkeiten und eine gesamte Neuausrichtung hinsichtlich verschiedener Themengebiete, wie Wirtschaftsgeschichte, Verkehrsgeschichte und Nachkriegsgeschichte an.

Der Bau wurde vom Architekten und Oberbaudirekter Fritz Schumacher geleitet und überwacht. Insgesamt dauerte der Aufbau des Gebäudes 8 Jahre. Ursprünglich stand an der Stelle des heutigen Museums die Bastion Henricus, die einen Teil der barocken Befestigungsanlage ausmachte. Somit hat selbst der Grund und Boden, auf dem das Gebäude errichtet ist, einen geschichtsreichen Wert: die Befestigungsanlage wurde nämlich bereits 1616 gebaut und machte Hamburg für viele Jahrhunderte quasi uneinnehmbar.

Damit nicht nur der Inhalt der Ausstellung, sondern auch das Gebäude selbst einen geschichtlichen Charakter hat, wurden die Fassaden des Hauses mit Architekturstücken ehemaliger Bürgerhäuser und Statuen des deutschen Kaisers, die vom ehemaligen Rathaus stammten, verziert. Auch im Innenhof, sowie an den Wänden der Ausstellungsräume brachte man Bauteile an, die an den Großbrand 1842 erinnern sollen oder Architekturfragmente ehemaliger Herrenhäuser und Villen, die beim Bau der Speicherstadt zerstört wurden und bietet so bis heute tolle Sehenswürdigkeiten aus der Geschichte der Stadt.

Zusätzliche Museumsaufgaben — die Bodendenkmalpflege

Während der übliche Museumsbetrieb mit Öffnungszeiten und Besuchern im Jahr 1947 bereits voll im Gange war, startete zusätzlich eine weitere Aufgabe, die vom Museumspersonal übernommen wurde: die Bodendenkmalpflege, sowie die Sammlung archäologischer Funde innerhalb des Stadtgebietes. Diese Aufgabe erfüllte das Museum bis ins Jahr 1964, ehe die gesamte Archäologiesammlung und die Verantwortung für Bodendenkmäler an das Helms-Museum übergeben wurde.

Das Museum in der Neuzeit — die Geschichte bis heute

1985 folgte eine Neugründung des ursprünglichen Vereins, der den Bau der Ausstellung angeregt hatte. Heut nennt sich dieser „Verein der Freunde des Museums für Hamburgische Geschichte e. V.“. Der Initiative dieses Verbandes ist die Überdachung des Innenhofes mit hochwertigem Vollglas zu verdanken — dies bietet seither nicht nur zusätzlichen Platz für Ausstellungsstücke, sondern auch die Möglichkeit für Konzerte und Events innerhalb der Museumsmauern. Das lockt wiederrum vermehrt junge Besucher an und vermittelt diesen ein Stück der Stadtgeschichte. 2008 folgte zudem die Eingliederung der Ausstellung in die Stiftung für historische Museen Hamburg, was viele finanzielle Vorteile mit sich brachte.

Mitglied der GLAM-Initiative und technischer Fortschritt

Insbesondere um die Sehenwürdigkeiten auch für junge Besucher interessant zu machen, sowie Menschen zu bedienen die während der Öffnungszeiten das Museum für Hamburgische Geschichte nicht besuchen können, wurde 2011 eine Kooperation mit Wikipedia und Wikimedia Commons eingegangen. Im Zuge dessen wurden die verschiedenen Ausstellungsobjekte digital zugänglich gemacht und mit einer Lizenz versehen und geschützt online eingestellt. Außerdem können seit 2012 mithilfe von QR-Codes, die sich an den Objekten befinden, weitere Informationen via Wikipedia eingeholt werden.

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