Tierpark Berlin

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Am Tierpark 125, 10319 Berlin

GPS

52.5046129, 13.52374850000001


Öffnungszeiten

Der riesige Landschaftsgarten, der dem Tierpark Berlin berechtigterweise seinen Namen gab, gilt in seiner Art als der größte Tiergarten in Europa. Nur wer gut zu Fuß ist, kann ihn an einem Tag erkunden. Für alle anderen Tierfreunde ist eine kleine Bahn die Alternative, die im Sommer zu den Hauptattraktionen fährt.

Die Anfänge des Tierparks Berlin

Als der Zoologe Heinrich Dathe (1930-1991) im August 1954 von den DDR-Behörden die „nationale Aufgabe“ erhielt, im Ostteil Berlins einen Tierpark aufzubauen, war ihm, dem parteilosen Wissenschaftler, die Tragweite der Herausforderung sehr wohl bewusst. Im amerikanischen Sektor gab es bereits den Zoo, der als ältester Tiergarten Deutschlands von großer Bedeutung und seit langer Zeit eine anerkannte Attraktion West-Berlins war. Die DDR-Hauptstadt wollte etwas Gleichwertiges vorweisen können.

Der verwilderte Park um das Schloss Friedrichsfelde wurde der Ausgangspunkt für das ehrgeizige Unternehmen. Dathe hatte Visionen. Er stellte sich weitläufige Anlagen vor, umgeben von einer ausgedehnten Parklandschaft. Einige seiner Vorstellungen erfüllten sich schon bei der Eröffnung am 2. Juli 1955. In Anwesenheit des Präsidenten Wilhelm Pieck und des damaligen Oberbürgermeisters von Groß-Berlin, Friedrich Ebert, wurde ein Teilstück der Öffentlichkeit übergeben. Möglich geworden war das durch Spenden und rund 135.000 freiwillige Aufbaustunden der Bürger, die die ersten 60 Hektar Landschaft zu einem beeindruckenden Tiergarten gemacht hatten.

Seit seiner Eröffnung war der Tierpark Berlin untrennbar mit dem Namen seines Gründers, Professor Dathe, verbunden. Er leitete ihn 35 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im November 1990. Seine Kompetenz und seine Leidenschaft brachten ihm einen international anerkannten Ruf ein. Diesen verdankte Dathe nicht zuletzt seinen zahlreichen Zuchterfolgen.

In der DDR war der dieser Zoologische Garten zu einer besonderen Institution geworden. Der Berliner Rundfunk brachte regelmäßig sonntags den Beitrag „Im Tierpark belauscht“. Darin konnte sich Professor Dathe den Fragen der Kult-Reporterin Karin Rohn stellen. Dies tat er, der selbst längst Kultstatus erlangt hatte, in insgesamt 1774 Sendungen. Das Fernsehen bot diesem Landschaftstiergarten zudem in der Sendung „Tierparkteletreff“ eine Plattform. Diese Sendungen zählten zu den Lieblingsformaten der DDR-Bürger. Das ganze Land wurde stets auf dem Laufenden gehalten über die Geschehnisse in der hauptstädtischen Tierwelt. Sein Direktor war im ganzen Ostblock bekannt. Auch im Westen schätzte man Professor Dathe und hatte ihm den Beinamen „Grzimek der DDR“ gegeben.

Im Jahr 1963 wurde das Alfred-Brehm-Haus auf dem Gelände erbaut. Zu jenem Zeitpunkt war dieses Tierparadies schon der größte Landschaftszoo Europas. Das neue, heute denkmalgeschützte Raubtierhaus, wurde zum modernsten und größten, das es damals gab. Entworfen hatte es der Architekt Heinz Graffunder (1926-1994). Errichtet worden war es auf einer Fläche von 5.300 qm. Innen- und Außenanlagen wurden zur Heimat für Löwen und Tiger. Eine Tropenhalle mit einer Höhe von 16 Metern bot tropischen Pflanzen Platz. Darin konnten die Besucher auf einer Fläche von mehr als 1.000 qm hautnah verschiedene Vogelarten und Riesenflugfüchse erleben.

Der Tierpark nach der Wende bis heute

Wenngleich dieser Landschaftspark nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 zunächst ins Hintertreffen geriet, neben dem berühmten Zoo eher ein bescheidenes Dasein fristete und um seine Besucher fürchtete, so erlangte er doch im Laufe der Zeit ein gleichberechtigtes Dasein. Nicht zuletzt verhalf die Medienpräsens in der Doku-Soap „Panda, Gorilla & Co“ dem Tiergarten nach der Wende zu überregionaler Bekanntheit, denn die Sendung berichtete gleichermaßen über beide Zoos der Stadt.

In Friedrichsfelde hatte sich die Fläche seit 1955 längst auf 160 Hektar erweitert und bietet inzwischen mehr als 7.000 Tieren ein Zuhause. Bereits in der DDR hatte Dathes Tiergarten einen anerkannten Ruf als eine Erholungsstätte, die wissenschaftliche Arbeit und Bildung miteinander verbindet. Daran hat sich nichts geändert.

Die Nachfolge als Direktor trat 1991 Bernhard Blaszkiewitz an, ein Biologe. Er übernahm zusätzlich zwischen 2007 bis 2014 den Zoo im Westteil. In Friedrichsfelde wurde unter seiner Leitung 2005 der Vari-Wald für die Lemuren aus Madagaskar eröffnet, die nun auch eine Bleibe in der deutschen Hauptstadt haben. Sein Ziel, das Lebenswerk von Professor Dathe vor der Schließung zu bewahren, hat Blaszkiewitz jedenfalls erreicht.
Im Jahr 2014 gab es erneut einen Direktorenwechsel. Der Veterinärmediziner und ehemalige Direktor des Münchener Tierparks in Hellabrunn, Andreas Knieriem, übernahm den Direktorenposten für beide Einrichtungen. Nachdem er bereits in anderen Zoos erfolgreich war, trat er in der Hauptstadt mit Vorschusslorbeeren an. Die Rundfunkanstalt Rbb machte ihn gar zum „Messias“. Mit Knieriem war wieder ein Mann an die Spitze gekommen, der Visionen mitbrachte und mit Tatendrang, Tierliebe und vielen Ideen das Doppel-Amt antrat.

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