Tierpark Hagenbeck

Kontaktdaten


Address

Lokstedter Grenzstraße 2, 22527 Hamburg

GPS

53.5950325, 9.9417178


Öffnungszeiten

Montag

09:00 – 16:30

Dienstag

09:00 – 16:30

Mittwoch

09:00 – 16:30

Donnerstag

09:00 – 16:30

Freitag

09:00 – 16:30

Samstag

09:00 – 16:30

Sonntag

09:00 – 16:30

Bitte beachten Sie die Saisonbedingten Öffnungszeiten 01.01. – 01.03. / 9:00 – 16:30 Uhr 02.03. – 30.06. / 9:00 – 18:00 Uhr 01.07. – 31.08. / 9:00 – 19:00 Uhr 01.09. – 26.10. / 9:00 – 18:00 Uhr 27.10. – 31.12. / 9:00 – 16:30 Uhr

Seit mehr als 100 Jahren ist der Tierpark Hagenbeck ein Begriff für Gäste aus aller Welt. In denkmalgeschützten Landschaftspanoramen und weitläufigen Gehegen leben mehr als 1.850 Tiere aller Kontinente aus 210 Arten auf dem 19 Hektar großen Gelände. Freisichtanlagen wie das Afrika-Panorama oder das Orang-Utan-Haus sind Unikate. Etliche bedrohte Tierarten werden bei Hagenbeck mit Erfolg gezüchtet. Das Füttern der Asiatischen Elefanten ist in dieser Form einmalig in Deutschland. Sogar Giraffen dürfen zu bestimmten Zeiten gefüttert werden. Bei den unterschiedlichen Schaufütterungen erzählen Tierpfleger Wissenswertes über ihre Schützlinge.

Im modernen Eismeer des Tierparks schwimmen gewaltige Walrosse mit ihrem niedlichen Nachwuchs, tauchen im acht Meter tiefen Becken und beäugen dabei neugierig die Besucher, die diese Kolosse über und unter Wasser beobachten können. Seebären tollen herum und Eisbären plantschen direkt vor den Glasscheiben, während eine ganze Kolonie Humboldt-Pinguine blitzschnell durch das Wasser taucht.

In dem maximal sieben Grad warmen Lebensbereich von Königs- und Eselspinguinen begeben sich die Tiere auf die “Reise der Pinguine”. Hier können sie Dank des besonderen Gehege-Konzeptes nicht nur schwimmen, sondern mit Klettern, Rutschen und Hüpfen ihr gesamtes Repertoire an natürlichen Bewegungsabläufen nutzen.

Der 750 m lange Besucherweg führt in etwa 1,5 Stunden durch Felslandschaften und Eisformationen, die durch riesige Panoramascheiben Einblicke in das Wasser gewähren. Die unterschiedlichsten Tierarten der Polarregionen leben hier in naturnaher Haltung und in der großen, begehbaren Freiflugvoliere schaukeln arktische Seevögel nicht nur auf den Wellen, sondern zeigen durch die Unterwassereinsicht, was für geschickte Taucher sie sind.

Die Historie Hagenbecks

Bereits 1848 legte der Fischgroßhändler Gottfried Claes Carl Hagenbeck den Grundstein für die Familiengeschichte: Mitten in Hamburg stellte er sechs Seehunde aus, die ihm Fischer als Beifang geliefert hatten. Menschen kamen in Scharen, um sich die Tiere gegen Entgelt anzusehen. Motiviert durch diesen sensationellen Zufallserfolg, wiederholte Hagenbeck seine Präsentationen durch den gelegentlichen Kauf von Exoten und begann so sein bescheidenes Tierhandelsgeschäft, das er ab 1863 als Handelsmenagerie auf dem Spielbudenplatz betrieb. Im Alter von 21 Jahren übernahm dann sein ältester Sohn Carl Hagenbeck das Geschäft und baute es zum größten Tierhandelshaus der Welt aus. Er rüstete eigene Tierfang-Expeditionen aus und unterhielt zahlreiche Außenposten in der ganzen Welt. Am Neuen Pferdemarkt 13 eröffnete er im Jahre 1874 “Hagenbeck’s Thierpark“.

Der Gründer Carl Hagenbeck und seine Idee

Mit seinem ersten gitterlosen Tierpark der Welt realisierte Carl Hagenbeck im Jahr 1907 dann ein Projekt, von dem damals niemand zu träumen wagte. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kam er auf die Idee, Tiere nicht mehr in Käfigen, sondern in Freisichtanlagen zu zeigen. In seinem Zoo der Zukunft sollten wilde Tiere nur noch durch Gräben vom Publikum getrennt sein. Dass er sich seine Idee bereits 1896 patentieren ließ, zeigt, wie überzeugt er von seinen Visionen war. Elf Jahre später wurden die revolutionären Freisichtanlagen und Panoramen, die Tiere in einer gestalteten Umgebung zeigen, die ihrem natürlichen Lebensraum nachempfunden sind, zwar noch von der Fachwelt belächelt, weil niemand glaubt, dass das funktionieren könnte. Den Gästen von damals raubten die neue Präsentation jedoch den Atem. Seither entstanden Freisichtanlagen und Panoramen in vielen Tiergärten auf der ganzen Welt nach dem Vorbild Carl Hagenbecks, der die Zooarchitektur des 20. Jahrhunderts maßgeblich prägte.

Die Völkerschauen

In “Hagenbeck’s Thierpark” konnten die Hamburger 1875 zum ersten Mal eine Familie aus Lappland bestaunen: Die sogenannten Samen hatten einen Rentier-Transport nach Hamburg begleitet und ernteten überraschenderweise mehr Aufmerksamkeit als ihre tierischen Schützlinge. Dieser Auftritt begründete die erste von vielen weiteren Völkerschauen.

In den folgenden Jahren engagierte Hagenbeck Nubier, Inuit, Massais, Singhalesen (Ceylonesen) und Angehörige viele anderer Völker, die ganz Europa bereisten. Sie hatten Verträge und erhielten Gagen. Etliche von ihnen arbeiteten über Jahrzehnte mit Hagenbeck zusammen. Auch wenn die Völkerschauen aus heutiger Sicht nicht mehr vertretbar erscheinen, ermöglichten sie damals – in einer Zeit ohne Fernsehen und Fernreisen – einer breiten Bevölkerungsschicht Einblicke in fremde Kulturen und gaben Einsicht in die Welt weit entfernt lebender Völker.

Der Zirkus

Vom Erfolg seiner tierischen Tourneen verwöhnt, wagte sich Hagenbeck noch einen Schritt weiter. Am 4. April 1887 eröffnete er seinen ersten Zirkus auf dem Hamburger Heiligengeistfeld: “Carl Hagenbecks Internationaler Circus und Singhalesen-Karawane”. Durch die intensive Beschäftigung mit seinen Tieren entwickelte Hagenbeck die zahme Dressur. Bei dieser Methode werden die Tiere durch die Belohnung trainiert. Sie wird bis heute angewandt.

Durch die langjährige Erfahrung im Umgang mit seinen Tieren konnte Carl Hagenbeck bald die Sprungweite von Löwen, Tigern und anderen Exoten exakt ermitteln. Anhand dieser Daten entwickelte er seine gitterlosen Freianlagen. Die Söhne Carl Hagenbecks, Heinrich und Lorenz, führten das Lebenswerk ihres Vaters gemeinsam weiter.

Die Zerstörung

Während des zweiten Weltkriegs blieb auch der Tierpark in Stellingen nicht vom Bombenhagel verschont. Im Jahr 1943 wurde der Tierpark Hagenbeck zu annähernd 70 Prozent zerstört. Doch die nachfolgenden Generationen der Familie Hagenbeck bauten den Park wieder auf und gestalten ihn bis zum heutigen Tage immer weiter.
Inzwischen ist Hagenbeck in 6. Generation in Familienhand. Anders als andere Großstadtzoos erhält Hagenbeck keine staatliche Unterstützung aus Steuergeldern für die laufenden Betriebskosten. Die täglich benötigte Summe von 41.000 € wird vor allem durch die Eintrittsgelder erwirtschaftet.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Tierpark Hagenbeck

 

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