Völkerschlachtdenkmal

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Das Völkerschlachtdenkmal im Leipziger Ortsteil Probstheida erinnert an die sogenannte Völkerschlacht und ehrt ihre Toten, die bei der im Oktober 1813 vor den Toren der Stadt stattfindenden Schlacht ihr Leben ließen. Der anerkannt größte Denkmalsbau weltweit wurde 1894 begonnen und 1913 eingeweiht.

Die Errichtung des monumentalen Denkmals auf dem originalen ehemaligen Schlachtfeld gilt als bauliche Manifestation des Mythos Völkerschlacht und ihrer Rezeption als erweckende Geburtsstunde der deutschen Nation. Der kolossale Tempel mit 91 Meter Höhe bietet nach dem Ersteigen von 364 Stufen einen atemberaubenden Panoramablick auf Leipzig und dessen Umland.

Der imposante und sich auf vier Hektar erstreckende Denkmalkomplex mit dem integrierten Museum und Geschichtsforum 1813 bietet interessante und abwechslungsreiche Einblicke in die Zeit und das Geschehen der Völkerschlacht mit all ihren geschichtlichen Auswirkungen. So gehört das Denkmal mit seinen Anlagen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der sächsischen Metropole.

Das Leipziger Völkerschlachtdenkmal – Entwicklung & Baugeschichte

19. Jahrhundert
Im Jahre 1894 beginnend, engagiert sich der Leipziger Architekt Clemens Thieme für eine Errichtung eines “Völkerschlacht – Nationaldenkmals”. Dazu ruft er den “Deutschen Patriotenbund” ins Leben, um die benötigten finanziellen Mittel einzusammeln. Vielfache Spenden und zusätzliche Lotterieeinnahmen erbringen letztendlich die erforderlichen sechs Millionen Goldmark. Der endgültige Entwurf stammt dann vom Architekten Bruno Schmitz.

1898 beginnt der Bau, wobei sowohl 82.000 Kubikmeter Erdreich bewegt als auch 26.500 Granitporphyrblöcke bearbeitet werden müssen.

20. Jahrhundert
Zur Erinnerung an die entscheidende Schlacht im Jahre 1813 wird das über 300.000 Tonnen schwere Monument am 100. Jahrestag nach fast fünfzehnjähriger Bauzeit im Jahr 1913 eingeweiht. Im Zeitraum zwischen 1913-89 ist das Denkmal in unregelmäßigen Abständen eine eindrucksvolle Kulisse für massenwirksame Propagandaveranstaltungen in unterschiedlichen politischen Systemen und Gesellschaften.

1999 findet die Eröffnung des Museum “Forum 1813” mit einer modernen und zeitgemäßen Ausstellung zur Völkerschlacht und den Befreiungskriegen statt.

21. Jahrhundert
ZUm 200.Jahrestag der Völkerschlacht und dem 100. Jahrestag der Denkmaleinweihung wird 2013 in einem Festakt das komplettsanierte und rekonstruierte Monument auf symbolischem Wege wieder der Öffentlichkeit übergeben.

Völkerschlachtdenkmal – Das historische Bauwerk

Als standhaftes Monument im Wandel der Zeit gilt das Völkerschlachtdenkmal und sein Museum überregional und weit über die Stadtgrenzen hinaus als eines der Wahrzeichen der Stadt und gehört zu seinen bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

Der Innenraum
Die Krypta ist als ein kreisrunder Raum mit einem Durchmesser von etwa 23 Meter in ein mystisches und halbdunkles Licht getaucht. In den Ecken der von großflächigen Fenstern beleuchteten Ruhmeshalle befinden sich vier circa zehn Meter hohe, die “Eigenschaften und Tugenden des deutschen Volkes darstellende” Plastiken und Figurengruppen:

Volkskraft
Eine Mutter nährt mit Liebe und Hingabe ihr Zwillingspaar – das Sinnbild verjüngender deutscher Kraft.

Glaubensstärke
Ein Vater gewährt seinem Sohn im Schoß Halt und Zuflucht – das Sinnbild deutscher Frömmigkeit.

Tapferkeit
Ein kampfbereiter Recke tritt entschlußfreudig und mit aller Wucht der feindlichen Übermacht entgegen – das Sinnbild deutschen Heldenmutes.

Opferbereitschaft
Eine Frau symbolisiert das Gefühl höchster Wertschätzung des Vaterlands durch eine beispiellose Opferbereitschaft und Verzicht zugunsten des nationalen Gedankens.

Der Aussenbau
Die pyramidale Silhouette des Denkmals besitzt als Sockel eine Stufenpyramide, der an der Stirnseite eine Treppenanlage vorgelagert ist. Der Kegel der glockenförmigen Kuppel wird von zwölf Meter hohen Wächterfiguren umringt, dazu bekrönt eine begehbare Aussichtsplattform das Völkerschlachtdenkmal. Auf der Stirnwand befindet sich ein 18 Meter hohes und zum Teil 60 Meter breites Relief, welches das Schlachtfeld der Völkerschlacht perspektivisch darstellt.

Ein Museum und Bauwerk der besonderen Art

Das auf einem 30 Meter hohem Erdhügel als archaischer Monumentalbau errichtete Denkmal gehört zu den weithin bekannten Sehenswürdigkeiten der sächsischen Großstadt. Als überragendes Wahrzeichen bildet es ein einprägsames und weithin sichtbares Objekt mit einer markanten Silhouette. Die umfangreichen Rekonstruktions-und Sanierungsmaßnahmen für das eigentliche Denkmal sind abgeschlossen, die Überarbeitung und Aufwertung der Außenanlagen soll im Frühjahr 2019 beendet sein.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Völkerschlachtdenkmal
  • Panometer Leipzig
  • Russische Gedächtniskirche
  • Mendelssohn Haus
  • Alte Börse

 

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