Haus Böttchergäßchen

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Öffnungszeiten

Seit 2004 ist die Boomtown Leipzig um eine Sehenswürdigkeit reicher: unweit des Hauptbahnhofs wurde das Haus Böttchergäßchen eingeweiht. Am öffentlich zugänglichen Informationscenter im Foyer steht in großen Lettern angeschrieben: “Stadtgeschichtliches Museum Leipzig”.

Vergangenheit, die in die Zukunft weist

Es ist kein Zufall, dass dasjenige Museum, welches für die Vergangenheit zuständig ist, nunmehr in einen Neubau beheimatet ist. Zwar verfügt die Stadt Leipzig über einige repräsentative Altbauten, doch der Stadtrat wollte zum einen etwas Zukunftsweisendes errichten. Zum anderen waren die städtischen Sammlungen so umfassend, dass die Altbauten nicht mehr ausreichten. Ein schmucker Neubau musste her, der mehreren Funktionen zugleich Genüge tut: Neben dem Museum sind im Haus Böttchergäßchen eine Bibliothek, eine Galerie, eine Fotothek sowie ein Kindermuseum untergebracht. Als ob dies nicht schon der Sehenswürdigkeiten genug wäre, finden in dem Funktionsbau regelmäßige Aufführungen und Konzerte statt.

Form follows function

Aber was heißt hier Funktionsbau? Funktional ist das Haus Böttcherstraße allemal, formschön überdies. Der kubische Neubau verfügt auf einer Grundfläche von über 600 Quadratmetern über variable Großräume sowie lichtdurchflutete Ausstellungsräume. Darüberhinaus finden die Verwaltungs-, Büro- und Personalräume im selben Gebäude Platz. Es ist ein Bau der kurzen Wege, der über ein öffentliches Foyer ebenso verfügt, wie über eine Schatzkammer mit den Reservaten aus der lange Geschichte der Stadt. Leipzig liegt von Anbeginn an am Schnittpunkt wichtiger Handelswege und hat schon früh Stadtrecht erhalten. Erwähnt wurde die Stadt erstmals im Jahre 1015 in der Chronik des Tietmar von Merseburg. Die Universität gehört mit ihrer Gründung 1409 zu den ältesten Deutschlands.

Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart

Genau genommen handelt es sich bei dem Haus Böttchergäßchen um eine von acht Dependancen des Stadtgeschichtlichen Museums, welches mit einer Dauerausstellung nach wie vor auch im Alten Rathaus der Stadt beheimatet ist. Vom frühen Mittelalter über den dreißigjährigen Krieg, die industrielle Blüte der Stadt Leipzig und die Zerstörungen im zweiten Weltkrieg: das Stadtgeschichtliche Museum ist für alles zuständig, was Stadtgeschehen war, ist, oder noch sein wird. Gelenkt und kuratiert werden die wechselnden Austellungen und Aufführungen von der Böttcherstraße aus: in den großzügigen Neubau ist auch die gesamte Museumsdirektion und -verwaltung eingeszogen.

Alles andere als altbacken

Das Haus Böttchergäßchen mutet jedoch alles andere als museal oder altbacken an. Offenheit wird demonstriert und der Öffentlichkeit die Türen weit aufgemacht. Wechselnde Themenausstellungen sorgen dafür, dass die Neugierde nicht versiegt. Auch die Veranstaltungsreihe “Kinder machen Messe” hat hier eine Heimat gefunden, so wie überhaupt gerne die neu gefundene Rolle als zukunftsweisende Messestadt herausgearbeitet wird. Das gesamte Gebäude mag zwar auf den ersten Blick funktional und modern erscheinen, es kommt jedoch in einem traditionellen Kleid daher: Die Natursteinfassaden des Neubaus wurden selbstbewusst mit lokalen Materialien eingekleidet. Der rötliche Stein dafür, Rochlitzer Porphyrtuff, ist seit Jahrhunderten ein typisches Baumaterial für die Stadt.

Besucherrekorde

Die Anstrengungen zahlen sich aus: Mit fast einer halben Million Besuchern zählt das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig mittlerweile zu den meist frequentierten Sehenswürdigkeiten in ganz Sachsen. Das sollte einen nicht wundern, immerhin kommen die Sammlungen der Stadt Leipzig zahlenmäßig auf noch mehr an Ausstellungs- und Museumsobjekten: Es sind über 500.000! Eine halbe Million Sehenswürdigkeiten unter einem Dach also, für jeden Besucher eine!

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