Internationales Maritimes Museum Hamburg

Schiffahrtsmuseum im Kaispeicher B in Hamburg

Öffnungszeiten

Montag

10:00 – 18:00

Dienstag

10:00 – 18:00

Mittwoch

10:00 – 18:00

Donnerstag

10:00 – 18:00

Freitag

10:00 – 18:00

Samstag

10:00 – 18:00

Sonntag

10:00 – 18:00

Für das Internationale Maritime Museum wurde der Kaispeicher B in der Hamburger Speicherstadt umfangreich neugestaltet. Bei der Neueröffnung am 25. Juni 2008 war der damalige Bundespräsident Horst Köhler zu Gast, begleitet von Bürgermeister Ole von Beust.

Geschichte erzählt Geschichten – Kaispeicher B

Der Kaispeicher B wurde in den Jahren 1878/79 nach den Plänen der beiden Architekten Bernhard Hanssen und Wilhelm Emil Meerwein erbaut. Erst zehn Jahre später entstand die bekannte Speicherstadt. Auch der Freihafen war noch nicht eingerichtet. Der Kaispeicher B ist der älteste noch erhaltene Speicher der Hansestadt. Dort wurde gelagert, was übers Meer nach Deutschland kam: Getreide, Tee, Tabak und alkoholische Getränke wie Rum und Wein. Seinen Namen bekam er jedoch erst 1890, als er in den Besitz der Hafenstadt überging. Über die Westseite wurden die zahlreichen Waren per Schuten und Schiffen angeliefert. Vom sogenannten Brooktorhafen an der Nordseite wurden die Lieferungen dann in kleinere Schiffe verfrachtet und weiter transportiert.

Mit dem maritimen Museum hat der Kaispeicher B seit 2008 eine andere Funktion. Sein denkmalgeschütztes Inneres erinnert an längst vergangene Zeiten, trotz Einbau von Aufzügen, Sprinkleranlagen und sonstiger Haustechnik.

Um ein paar Zahlen zu nennen, wurden mehr als 2.000 m3 Beton und 150 t sogenannter Bewehrungsstahl zum Bau des maritimen Museums verwendet. Dafür darf der Besucher auf über 12.000 m2 Fläche maritime Geschichte erleben. Ganz authentisch stammen die Pläne für den Um- und Ausbau von der in der Hafenstadt beheimateten Architektin Mirjana Markovic.

Wer die Sehenswürdigkeiten der Speicherstadt bestaunen will, kommt am Internationalen Maritimen Museum im Kaispeicher B nicht vorbei. Zusammen mit der Feichtinger-Brücke wurde dieser im Übrigen vom Hamburger Architekten- und Ingenieurverein (AIV) mit einem Preis belegt – als zwei der besten fünf Bauwerke des Jahres 2007!

Ausstellungen und Aktionen

Kindern wird Lust auf das wilde Leben von Seeräubern gemacht, indem Mitarbeiter der Ausstellung für das passende Aussehen beim jungen Besuch sorgen. Störtebeker in der Karibik – der Schrecken der Meere. Im Ferienparcour mit Käpt’n Kuddel werden Schiffe fachmännische geentert und die Gegenseite wehrt sich adäquat.

Die Ausstellung selbst erzählt aus 3000 Jahren Seefahrtsgeschichte und modernster Forschung. Wertvolle Exponate, Gemälde und Schiffsmodelle liefern auf neun Ausstellungsdecks ein eindrückliches Bild. Ein eigenes Deck ist der Meeresforschung gewidmet.

Historische Globen und Seekarten zeigen die Entwicklung der Erde. Kompasse und Sextanten aus alten Zeiten weisen auf Orientierungsmöglichkeiten außerhalb der Computerwelt hin. Gefunkt hat es einst bis ins 20. Jahrhundert hinein mittels Morsegeräten und Signalen.

Auch der Schiffsbau kommt in einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der größten deutschen Hansestadt nicht zu kurz. Vom Einbaum bis zum modernen Schiff zeigt die Ausstellung eindrücklich, was die Seefahrt so hergibt. Das weite Feld der Meeresforschung darf ebenfalls maritim erkundet werden.

Baumaßnahmen und -kosten

Vermehrt ist zu hören, dass die Ausstellung “zu viel Fokus auf militärische Aspekte” richtet. Moniert wird auch der unkritische Umgang mit nationalsozialistischen Zeiten.

Bemängelt wird ebenfalls die Finanzierung durch die Hansestadt selbst. Der Eigentümer des Museums Peter Tamm stellt unentgeltlich die zahlreichen Ausstellungsstücke zur Verfügung, doch die 30 Mio. Euro für die nötigen Baumaßnahmen sowie 5 Mio. Euro für die Erschließung wurden aus dem öffentlichen Budget der Stadt finanziert. Die Stimmen der Befürworter verweisen jedoch darauf, dass die Stadt den einzigen erhaltenen historischen Kaispeicher in jedem Fall hatte retten müssen und auf diese Weise nun immense Kosten spare, da kein eigenes Museum finanziert werden müsse. Beiderseits werden die Stimmen wohl immer wieder laut werden. Trotz allem lohnt sich der Besuch im alten Kaispeicher B, um Jahrhunderte alte maritime Geschichte zu erleben.

Tatsächlich beherbergt die umfangreiche 36.000 Minischiffe (Maßstab 1:1250) und weitere 1.000 größere Modelle. Auf vielen Tausend Quadratmetern werden unzählige maritime Objekte und 5.000 Gemälde präsentiert. Auf zu Hamburgs Sehenswürdigkeiten – auf zum Kaispeicher B.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Internationalen Maritimen Museum

 

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